Lieferung, Ausübung und Kapitalmaßnahmen

Ausübung von Optionen


Die Ausübung einer Option bedeutet, dass der Inhaber der Option Gebrauch von seinem Recht macht, das zugrunde liegende Wertpapier zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Optionen werden über das Optionsausübungsfenster ausgeübt, das Sie über das Menü „Handel“ in der Trading-Plattform erreichen.

Bitte beachten Sie: Sowohl die Ausübung als auch die Herbeiführung des Verfalls einer Option ist unwiderruflich.

Um Lieferungen bei auslaufenden Optionen und Future-Optionen zu vermeiden, müssen Kunden ihre Positionen vor Handelsschluss des letzten Handelstages verlängern oder schließen.

Anfragen zur Ausübung und zur Herbeiführung des Verfalls einer Option können (unabhängig davon, ob sie über das Optionsausübungsfenster eingehen oder per Ticket aus dem Mitteilungscenter der Kontoverwaltung übermittelt werden 1) folgendermaßen eingereicht werden:


Bei Aktienoptionen an den folgenden Handelsplätzen ... ... muss die Ausübungsanfrage bis zu folgender Frist beim Broker eingehen:
Nordamerika US-Optionsbörsen 16:30 Uhr US Eastern Standard Time (EST)
Montreal Exchange 16:30 Uhr US Eastern Standard Time (EST)
Europa Euronext 18:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (CET)
Eurex (Deutschland und Schweiz) 18:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (CET)
IDEM 18:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (CET)
LIFFE 18:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (CET)
MEFF 18:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (CET)
Schweden 18:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (CET)
Asien-Pazifik Australien 17:15 Uhr Australischer Zeit / NSW
Japan 15:40 Uhr Japan Standard Time (JST)
(Senden Sie ein Ticket und kontaktieren Sie den Kundenservice telefonisch)

Hinweise:

Bitte beachten Sie unbedingt, dass für bestimmte Produkte, z. B. OEX, frühere Fristen gemäß den Bestimmungen der jeweiligen Börse gelten, an der das Produkt notiert ist. Ausübungsanträge für diese Produkte sollten frühzeitig vor der Frist der Börse eingereicht werden, um sicherzustellen, dass der Broker die Börse rechtzeitig benachrichtigen kann.



Bei Future-Optionen an folgenden Handelsplätzen... Vorzeitige Ausübung
... muss die Ausübungsanfrage bis zu folgender Frist beim Broker eingehen:
Nordamerika NYMEX k. A. 15:30 Uhr US Eastern Standard Time (EST)
Nordamerika GLOBEX/ECBOT k. A. 16:30 Uhr US Eastern Standard Time (EST)
Japan TSEJ Ja 15:30 Uhr Japan Standard Time (JST)
(Senden Sie ein Ticket und kontaktieren Sie den Kundenservice telefonisch)


Ausübung bei Fälligkeit und Hinweis zu Aktivitäten

Der Broker unterstützt keine Optionsausübungen, Zuteilungen, Lieferungen oder anderweitigen Abwicklungsverfahren, die nach Einschätzung des Brokers zu unangemessenen Risiken oder betrieblichen Risiken/Schwierigkeiten führen würden. Zum Schutz vor solchen Szenarien im Vorfeld eines Fälligkeitstermins simuliert der Broker die Auswirkungen des Verfalls unter Annahme plausibler Preisszenarien und bewertet das Risikopotenzial jedes Kontos nach der Abwicklung. Wird in einem Konto auf Basis des voraussichtlichen Effekts der Abwicklung eine Verletzung der Margin-Anforderungen des Brokers festgestellt, so kann der Broker eine Reihe von Schutzmaßnahmen in Bezug auf dieses Konto ergreifen, wie zum Beispiel: Liquidierungen fällig werdender Positionen am letzten Handelstag, Verfall (Nichtausübung) im Geld liegender Long-Optionspositionen, unmittelbare Liquidierung von Basiswertpositionen mit Lieferung an/nach dem letzten Handelsdatum der Option, Liquidierung von Positionen in dem Umfang, wie zur Behebung eines Margindefizits nach Fälligkeit erforderlich, und die Beschränkung der Handelstätigkeiten in dem Konto auf ausschließlich positionsschließende Transaktionen.

Weitere Einzelheiten und Beispiele zu Lieferungsbeschränkungen finden Sie hier.



Anweisungen zur Optionsausübungen bei Fälligkeit

Im Optionsausübungsfenster können Sie entweder (i) eine Option vor dem Fälligkeitstermin ausüben, oder (ii) der Clearingstelle „gegenteilige Absichten“ (Contrary Intentions) zu den gehaltenen Optionen mitteilen, z. B. an die Options Clearing Corporation (OCC) für Optionen an US-amerikanischen Optionsbörsen. Das Optionsausübungsfenster ist außerdem zu verwenden, um die Clearingstelle bzgl. einer Optionsausübung entgegen der üblichen Verfahrensweisen der Clearingstelle an einem Optionsfälligkeitstermin (z. B. „Expiration Friday“ bei US-amerikanischen Optionen) anzuweisen. Falls Sie nicht das TWS-Optionsausübungsfenster für manuelle Vorgaben zu Optionen verwenden, folgen die Clearingstellen automatisch den folgenden Verfahrensweisen:



OCC (USA)
Bei Optionen, die an US-Optionsbörsen gehandelt und durch die Options Clearing Corporation (OCC) abgewickelt werden:
  • Aktienoptionen, die im aktuellen Monat fällig werden und um 0.01 USD oder mehr im Geld liegen, werden automatisch durch die OCC ausgeübt, ohne dass eine ausdrückliche Anweisung durch den Broker erforderlich ist.
  • Indexoptionen, die im aktuellen Monat fällig werden und um 0.01 USD oder mehr im Geld liegen, werden automatisch durch die OCC ausgeübt, ohne dass eine ausdrückliche Anweisung durch den Broker erforderlich ist.

Sie müssen dem Broker „gegenteilige Absichten“ über das Optionsausübungsfenster explizit mitteilen, wenn Sie:

  • die Ausübung einer Aktien- oder Indexoption, die um 0.01 USD oder mehr im Geld liegt, vermeiden möchten.
  • eine Aktien- oder Indexoption ausüben möchten, die um weniger als 0.01 USD im Geld liegt.
  • eine Aktien- oder Indexoption ausüben möchten, die aus dem Geld liegt.


CDCC (Kanada)
Bei Optionen, die an kanadischen Börsen gehandelt und über die Canadian Derivatives Clearing Corporation (CDCC) abgewickelt werden:
  • Aktienoptionen, die im aktuellen Monat fällig werden und um 0.01 CAD oder mehr im Geld liegen, werden automatisch durch die CDCC ausgeübt, ohne dass eine ausdrückliche Anweisung durch den Kunden erforderlich ist.
  • Indexoptionen, die im aktuellen Monat fällig werden und im Geld liegen (unabhängig davon, um welchen Betrag), werden automatisch durch die CDCC ausgeübt, ohne dass eine ausdrückliche Anweisung durch den Kunden erforderlich ist.

Sie müssen der CDCC „gegenteilige Absichten“ über das Optionsausübungsfenster explizit mitteilen, wenn Sie:

  • eine Aktienoption ausüben möchten, die um weniger als 0.01 CAD im Geld liegt.
  • eine Aktien- oder Indexoption ausüben möchten, die aus dem Geld liegt.
  • Benachrichtigen Sie die CDCC, falls Sie eine Aktienoption, die um 0.01 CAD oder mehr im Geld liegt, nicht ausüben möchten.


ECC (Deutschland, Schweiz)
Bei Aktienoptionen, die an der Eurex gehandelt und über die Eurex Clearing AG (ECC) abgewickelt werden:
  • Aktienoptionen, die im aktuellen Monat fällig werden und um mehr als 10 Basispunkte im Geld liegen, werden automatisch durch die ECC ausgeübt, ohne dass eine ausdrückliche Anweisung durch den Broker erforderlich ist.
  • Indexoptionen, die im aktuellen Monat fällig werden und um mehr als 0.01 im Geld liegen, werden automatisch durch die ECC ausgeübt, ohne dass eine ausdrückliche Anweisung durch den Broker erforderlich ist.

Siemüssen der ECC „gegenteilige Absichten“ über das Optionsausübungsfenster explizit mitteilen, wenn Sie:

  • eine Aktienoption ausüben möchten, die nur um 10 Basispunkte oder weniger im Geld liegt.
  • eine Aktien- oder Indexoption ausüben möchten, die aus dem Geld liegt.


LCH (Großbritannien)
Bei Aktienoptionen, die an der Liffe gehandelt und über das London Clearing House (LCH) abgewickelt werden:
  • Aktienoptionen, die im aktuellen Monat fällig werden und um mehr als 1 Penny im Geld liegen, werden automatisch durch das LCH ausgeübt, ohne dass eine ausdrückliche Anweisung durch den Broker erforderlich ist.
  • Indexoptionen, die im aktuellen Monat fällig werden und um mehr als 1 Penny im Geld liegen, werden automatisch durch das LCH ausgeübt, ohne dass eine ausdrückliche Anweisung durch den Broker erforderlich ist.

Sie müssen dem LCH „gegenteilige Absichten“ über das Optionsausübungsfenster explizit mitteilen, wenn Sie:

  • eine Aktienoption ausüben möchten, die um 1 Penny oder weniger im Geld liegt.
  • eine Aktien- oder Indexoption ausüben möchten, die aus dem Geld liegt.


CNET (Belgien, Frankreich,Deutschland, Niederlande)
Bei Aktienoptionen, die an der Euronext gehandelt und über Clearnet SA (CNET) abgewickelt werden:
  • Aktienoptionen, die im aktuellen Monat fällig werden und um mehr als 0.01 im Geld liegen, werden automatisch von CNET ausgeübt, ohne dass eine ausdrückliche Anweisung durch den Broker oder dessen Kunden erforderlich ist.
  • Indexoptionen, die im aktuellen Monat fällig werden und um mehr als 0.01 im Geld liegen, werden automatisch von CNET ausgeübt, ohne dass eine ausdrückliche Anweisung durch den Broker oder dessen Kunden erforderlich ist.


SEOCH (Hongkong)
Bei Aktienoptionen, die an der SEHK gehandelt und über das SEHK Options Clearing House (SEOCH) abgewickelt werden:
  • Aktienoptionen, die im aktuellen Monat fällig werden und um 1.5% oder mehr im Geld liegen, werden automatisch durch das SEOCH ausgeübt, ohne dass eine ausdrückliche Anweisung durch den Broker erforderlich ist.

Sie müssen dem SEOCH „gegenteilige Absichten“ über das Optionsausübungsfenster explizit mitteilen, wenn Sie:

  • eine Aktienoption ausüben möchten, die um weniger als 1.5% im Geld liegt.
  • eine Aktienoption ausüben möchten, die aus dem Geld liegt.
Offenlegungen
  • „Gegenteilige Absichten“ (Contrary Intentions) werden nach bestem Vermögen bearbeitet.
  1. Falls eine Optionsausübung nicht über die Handelsplattform übermittelt werden kann, sollte eine Optionsausübungsanfrage mit allen relevanten Informationen (einschließlich: Optionssymbol, Kontonummer und exakter Menge) über das Kontoverwaltungsfenster als Ticket gesendet werden. Klicken Sie im Kontoverwaltungsfenster auf „Anfrage-/Problemticket“. Sie sollten das Stichwort „Antrag auf Optionsausübung“ in der Betreffzeile des Tickets angeben. Bitte geben Sie eine Kontaktnummer an und erläutern Sie in Ihrem Ticket eindeutig, weshalb Sie das Optionsausübungsfenster nicht verwenden konnten.